Kamine und ihre Hersteller

Der Begriff Kamin stammt vom lateinischen caminus und bedeutet so viel wie Ofen. Gemeint ist damit eine Vorrichtung, die zur Zimmererwärmung dient und nebenbei eine dezente Beleuchtung bietet. Umrahmt von Metallplatten oder Mauerwerk wird in der Regel Brenngut auf einem Rost verbrannt und die Abgase wie Ruß und Rauch gelangen über einen Schornstein nach draußen. Dabei wird zwischen offenen und geschlossenen Kaminen unterschieden. Auch das Brenngut ist unterschiedlich. So gibt es Kamine, die mit Scheitholz betrieben werden. Andere funktionieren mit Pellets, Hackschnitzel, Kohle oder sogar mit Bioethanol. Daneben gibt es auch Exoten, die beispielsweise mit Elefantengras befeuert werden.

Die Firma Hargassner sucht neue Lösungen

Der Sohn eines Landwirts wollte eine Heizung bauen, bei der nie wieder nachgelegt werden müsse. Dabei kam für ihn nur Holz als Brennstoff in Frage. Doch da das Heizen mit Holz damals erst wieder aufkam, steckte die Entwicklung moderner Anlagen noch in den Kinderschuhen. Deshalb wurde das Familienunternehmen Hargassner 1984 in Weng im Innkreis gegründet. Heute vertreibt das österreichische Unternehmen auch in Bayern seine Produkte. Seine Spezialität sind Kamine, die mit Pellets, Hackgut oder Scheitholz bis zu 1 m länge betrieben werden können. Allerdings bietet er auch Biomasseanlagen an, die mit Elefantengras betrieben werden können. Leistungsstarke Kamine mit bis zu 200 kw sind im Programm.

Die Kamin-Design GmbH & Co. KG punktet mit Bioethanol

Ein weiterer Kaminhersteller ist die Kamin-Design GmbH aus Ingolstadt. Das Unternehmen setzt ganz auf Bioalkohol. Hergestellt wird das unter dem Namen „FEUROL“ vertriebene Produkt aus Zuckerrüben, Mais, Kartoffeln und anderen Naturprodukten. Durch diesen Brennstoff kann die Flamme stufenlos reguliert werden. Daneben kann der Kamin bei Bedarf ein- bzw. auszuschaltet werden. Dieser Vorteil wird mit den meisten anderen Brennstoffen nicht erreicht.

Mit Dovre Kamine aus Norwegen gegen die Kälte

Im Norden von Oslo liegt eine Hochebene die den Namen Dovre Fjell trägt. Das Klima dort ist äußerst unwirtlich. Deshalb wurde vor über 75 Jahren ein Kaminhersteller gegründet, der diesen Namen trägt. Der Hersteller setzt dabei auf Guss-Kamine, da diese eine besonders gute Wärmeleitfähigkeit besitzen. Außerdem ist Guss besonders hitzebeständig und robust. Daneben werden emaillierte Öfen angeboten. Damit die Glasscheibe wenig Ruß ansetzt wird diese hinterlüftet.

Der Kaminofenspezialist Hase aus Deutschland

Ausschließlich am Standort in Trier werden die Kaminöfen der Firma Hase produziert. Was 1978 als Kaminofenentwurf für die eigenen vier Wände begann mündete 1979 in einer Firmengründung. Spezialisiert hat sich die Firma Hase auf mit Keramik verkleidete Kaminöfen. Neben Holzöfen bietet das Unternehmen auch Gasöfen an.

Attika Feuerkultur aus der Schweiz

Anno 1981 wurde die Firma AC Cheminѐeofen AG in der Schweiz gegründet. Nach Zusammenschluss mit der Kachel-Design AG 1998 firmiert das Unternehmen unter Attika Feuer AG. Neben Holzfeuerstellen werden auch Gasfeuerstellen angeboten. Außerdem bietet das Unternehmen auch Feuerstellen für den Gartenbereich an.

DAN SKAN der Wikinger mit neuen Patenten

Bereits seit 1972 stellt das dänisch-skandinavische Unternehmen Kamine her. Dabei hat es sich durch immer neuen Innovationen einen guten Namen erarbeitet. Dabei stammen Produkte, wie der zweilagige Rüttelrost (Fächer-Rüttelrost), faserfreie Ofentürdichtungen aus Metall oder die vierseitige Scheibenspülung aus diesem Unternehmen. Das neueste Patent, welches für eine optimale Verbrennung in Passivhäusern und Niedrigenergiehäusern sorgt, ist unter der Bezeichnung Ex-Air-Patent gesichert.

Ob Gusseisen, Speckstein, gemauert oder mit Kachel – die Nibe AB ist breit aufgestellt.

Aus dem schwedischen Markaryd stammt der größte Teil der Nibe AB Produkte. Allerdings ist das Unternehmen rein auf die Verbrennung von Scheitholz spezialisiert. Dabei verfügen die von Nibe produzierten Kaminöfen über das „Clean-Burning-System“. Die seit 22.03.2010 neuen Umweltrichtlinien für Feinstaub werden von allen Öfen erfüllt. Ein Feinstaubfilter ist deshalb nicht notwendig. Die Meisten Kaminöfen erfüllen auch schon die ab 2015 geltenden Grenzwerte.

Mit Liebe zum Detail – Austroflamm

Im Jahr 1983 gründete Ferdinand Huemer das Unternehmen Austroflamm. Neben Kaminöfen zum Heizen bietet der Hersteller auch Koch- und Backkaminöfen an. Im Jahr 2002 meldete das Unternehmen das Heat Memory System zum Patent an. Durch dieses System wurde die Hitze bis zu 9 Stunden lang kontinuierlich an die Raumluft abgegeben. Daneben wird der Feuerraum mit einem speziell entwickelten Material dem Keramott ausgekleidet. Dieses ist bis 1 200˚ C hochhitzebeständig.

Grundöfen eine gute Sache – die Ofen-Manufaktur

Der Ofenbauer Uwe Dislich und der Keramiker Reinhold Kohler sind die Gründer der Ofen-Manufaktur. Das Unternehmen mit Sitz in Kißlegg im Allgäu hat sich auf die Herstellung von Grundöfen spezialisiert. Dabei wird ein Speichervolumen von bis zu 1000 kg erwärmt. Dieses gibt über den Tag verteilt seine Wärme an die Raumluft ab.

Brunner – Heizen auf Bayerisch

Auf ein besonders breitgefächertes Spektrum an Kaminöfen greift das Unternehmen Brunner zurück. Dabei werden sämtliche Teile selbst gefertigt. Der erste Ofen, der ohne Rost arbeitete, kam von Brunner. 1994 entwickelte Brunner dann das Heizsystem David. Dabei wurde Sonne, Wasser und Holz miteinander kombiniert. Mit dem Unterdrucksicherungsschalter wurde dann 2004 eine Lösung für die gemeinsame Nutzung von Kachelofen und Lüftungsanlagen gefunden. Auch eine Kombination von Grundofen und Kachelofen oder Scheitholzofen und Pelletheizung ist möglich.