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CE Kennzeichnung

Die CE-Kennzeichnung von Kaminen

Innerhalb der EU verkaufte Kamine und Kaminöfen müssen das sogenannte CE-Prüfzeichen tragen. Dies heißt, jeder Kamin, der in einem deutschen oder einem anderen europäischen Markt angeboten wird, muss ein Siegel darüber tragen, dass er den europäischen Normen für Sicherheit und Umweltschutz entspricht. Dabei wird sowohl geprüft, ob die angegebene Heizleistung tatsächlich erreicht werden kann, ohne dabei eine Brandgefahr zu riskieren, als auch, ob die Emissionen erfolgreich reduziert werden können. Jeder Hersteller oder Importeur ist verpflichtet, für jedes Modell eine detaillierte Prüfung bei einer neutralen Prüfstelle zu veranlassen. In Deutschland ist zum Beispiel der TÜV eine beliebte Anlaufstelle der Hersteller.

Was wird geprüft?

Ein Hersteller, der ein CE-Siegel für ein neues Kaminmodell beantragt, gibt einen oder mehrere Prototypen an die Prüfstelle seiner Wahl. Zusätzlich mit den Prototypen liefert er alle notwendigen Unterlagen wie etwa die Bedienungsanleitung und Warnhinweise, die später an den Kunden gereicht werden sollen. Neben der Funktionsfähigkeit der Modelle wird auch geprüft, ob die mit der Aufbauanleitung eingereichten Hinweise zu einem sicheren Gebrauch des Kamins führen. Sollte zum Beispiel durch eine fehlerhafte Angabe der Mindestabstände die Brandgefahr erhöht werden, spielt dies eine ebenso große Rolle für die Vergabe des Siegels, wie ein tatsächlicher Mangel des Kaminofens selbst. (Abgesehen davon, dass Mängel in der Gebrauchsanweisung leichter zu beheben sind.)

Was garantiert das CE-Zeichen?

Ein CE-Zeichen darf nur dann auf der Ware aufgebracht werden, wenn zuvor tatsächlich eine entsprechende Prüfung bestanden wurde. Der Hersteller erhält hierfür eine Urkunde, mit der er die Rechtmäßigkeit des Siegels beweisen kann. Ein Kaminofen, der ein entsprechendes Siegel trägt, ist demnach so konstruiert, dass er den Richtlinien der EU entspricht. Dies besagt, dass sowohl die Emissionen als auch die Brandgefahr innerhalb der erlaubten Grenzen liegen, sofern das Gerät ordnungsgemäß aufgebaut wurde. Die Hinweise über das geeignete Brennmaterial, die Betriebsdauer und die Nutzung der Schornsteine sollten daher auf jeden Fall beachtet werden, andernfalls kann die Sicherheit nicht mehr garantiert werden.

Öfen ohne CE-Siegel

Auch wenn Öfen ohne CE-Siegel in Europa nicht mehr verkauft werden, ist es nicht grundsätzlich unmöglich ein Modell ohne dieses Siegel zu betreiben. Schornsteinfeger verlassen sich auf die Sicherheit geprüfter Öfen haben aber auch die Möglichkeit, Einzelanfertigungen oder ältere Modelle zu genehmigen. Die Prüfverfahren, die bei herkömmlichen Modellen anhand der Prototypen durchlaufen werden, können auch im Einzelfall direkt vor Ort genutzt werden. Sofern der Kamin den geltenden Richtlinien entspricht, kann er als Einzelfall ebenfalls genehmigt werden. Bei diesem Genehmigungsverfahren wird dem Besitzer des Ofens auch mitgeteilt, ob der Kamin für den Dauerbetrieb geeignet ist oder nicht.

Herstellung innerhalb der EU

Das CE-Kennzeichen sagt nichts über den Herstellungsort des geprüften Gerätes aus. Auch Hersteller, die außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes ihre Produktionsstätten haben, können sich um eine entsprechende Kennzeichnung bemühen. Für diese Hersteller gelten dann die gleichen Richtlinien wie für die europäischen Produzenten. Falls ein Händler plant, Kaminöfen aus einem Land außerhalb der EWG zu importieren, muss er sicherstellen, dass der Produzent alle Richtlinien einhält und das Siegel ordnungsgemäß nutzen darf.

Fälschung des Siegels

Für einige Produzenten in fernen Ländern oder sogar innerhalb der EWG mag es verführerisch sein, die begehrten Buchstaben ohne vorherige Prüfung auf die Geräte zu schreiben. Damit macht der Hersteller sich jedoch strafbar. Ein Importeur, der Geräte mit CE-Siegel aus Drittstaaten vertreibt, ist verpflichtet, die Rechtmäßigkeit des Siegels zu prüfen. Gerüchte, dass chinesische Hersteller gerne das Buchstabenkürzel CE als Abkürzung für den Begriff "China Export" verwenden, um sowohl den Richtlinien als auch der Siegelfälschung zu entgehen, sind dagegen unwahrscheinlich. Es konnte noch kein Fall nachgewiesen werden, in dem ein solcher Betrug versucht wurde. Dem Prüfsiegel müssen stets auch Name und Adresse des Herstellers hinzugefügt werden, bei dem zweifelsfrei nachgefragt werden kann, ob das gekaufte Modell tatsächlich aus dessen Produktion stammt. Nur wenn die Nummern des Modelltypus mit den Nummern auf dem Siegel übereinstimmen, dürfen die Geräte tatsächlich in den Handel gegeben werden.

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