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Hydraulischer Abgleich

Der hydraulische Abgleich von Heizungsanlagen steigert den Wärmekomfort. Räume werden gleichmäßig auf die gewünschte Temperatur geheizt, Nebengeräusche der Heizungsanlage verringert und der Energieverbrauch deutlich reduziert. Zwischen acht und zehn Prozent Ersparnis bei den Energiekosten lassen sich erzielen. Wird zusätzlich eine Hocheffizienzpumpe eingesetzt und die Steuerung angepasst, dann sind sogar Einsparungen bis zu 15 Prozent möglich.

Wasser ist bequem

Die gewünschte Wärme wird in Heizungsanlagen durch Wasser verteilt. Den Druck dafür erzeugt eine zentrale Pumpe, die das erwärmte Wasser in die Rohre drückt und von dort in die Heizkörper. Aber Wasser ist 'bequem' und sucht sich bevorzugt den leichtesten Weg. Lange Entfernungen und Rohrwiderstände meidet es. Daher strömt das Wasser in den Rohren und Heizkörpern mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. Jeder kennt den Effekt, dass Heizkörper bei mehreren Räumen unterschiedlich schnell warm werden und verschieden gut heizen. Je weiter entfernt ein Heizkörper von der Pumpe steht, desto geringer ist seine Wärmeleistung häufig. Denn je geringer die durchströmende Wassermenge ist, desto weniger Wärme kann in den Raum übertragen werden. Je näher dagegen der Heizkörper an der Pumpe steht, desto schneller erwärmt er sich und überhitzt oft sogar.

Eine Ursache - viele Folgen

Die unterschiedlichen Heizleistungen sind aber nur ein Effekt. Eine schlecht eingestellte Heizungsanlage mindert den Bedien- und Heizkomfort auf vielfältige Weise. Es kommt zu Nebengeräuschen in den Heizkörperventilen und den Rohren. Die Heizkörper lassen sich schlechter regeln und auf die gewünschte Temperatur einstellen. Vor allem aber verschlechtert sich die Energiebilanz. Denn um die unerwünschten Temperaturunterschiede auszugleichen, wird meistens die gesamte Anlage mit zu hohen Temperaturen betrieben und die Leistung der Pumpe unnötig hoch angesetzt. Das kostet viel Energie, also bares Geld und belastet unnötig die Umwelt. Handelt es sich bei der Heizung um eine Brennwertanlage, dann wird zudem deren Wirkungsgrad drastisch reduziert.

Hydraulischer Abgleich

Ein hydraulischer Abgleich wird durchgeführt, um die unerwünschten Strömungsunterschiede in einer Heizungsanlage auszugleichen. Die Grundidee ist simpel: Es wird verhindert, dass das Wasser den bequemsten Weg gehen kann, indem man den Widerstand in den Rohren anpasst. Dort wo bisher zu viel Wasser strömte, wird ein neues Thermostatventil installiert und der Widerstand erhöht. An anderer Stelle, wo bisher zu wenig Wasser floss, wird ebenfalls ein Ventil installiert - aber auf einen geringen Widerstand eingestellt. Das Wasser strömt nun so, dass die Wärme optimal übertragen wird. Da eine Heizungsanlage zumeist mehrere Stränge enthält, werden auch die Unterschiede zwischen den Strängen ausgeglichen. Dafür nutzt man Strangdifferenzdruckregler. Schließlich kann man zusätzlich noch Hocheffizienzpumpen einsetzen, um die Regelbarkeit der Heizungsanlage insgesamt zu verbessern.

Eine Aufgabe für den Fachmann

Zwar ist die Grundidee einfach, aber es erfordert Sachverstand sie umzusetzen. Neben den notwendigen Installationsarbeiten geht es vor allem um eine bedarfsgerechte Planung. Dazu werden zunächst die Heizlasten der einzelnen Räume ermittelt. Diese richten sich nach der Dämmung, der Größe der Heizkörper usw. Der Monteur errechnet daraus die benötigten Heizwassermengen je Raum und den optimalen Pumpendruck. Er prüft ferner die baulichen Besonderheiten der Heizungsanlage und berücksichtigt sie gegebenenfalls für seine Planungen. Nachdem die neuen Ventile und Differenzdruckregler installiert sind, werden diese entsprechend der Berechnungen voreingestellt. Danach wird die Wärme optimal übertragen, d.h. es steht immer die benötigte Heizwassermenge in der gewünschten Temperatur zur Verfügung.

Erhebliche Kosteneinsparungen

Die Kosten eines hydraulischen Abgleichs sind überschaubar. Sie bewegen sich je nach Aufwand zwischen 350 und 1.500 Euro. Neben dem gesteigerten Komfort der Heizungsanlage macht sich der Abgleich rasch durch reduzierte Energiekosten bemerkbar. Nach rund fünf Jahren haben sich die angefallenen Kosten in aller Regel amortisiert. In Zeiten drastisch steigender Energiepreise dürfte diese Zeitspanne künftig noch kürzer ausfallen.

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